Interessantes zum Thema Gesellschaftspolitik

Dringend gesucht bis Sonntag Mittag, 20.3. 2016:

Eine Person, die sich mit InDesign und Apple/Mac auskennt!

Warum?

b2Gabi Weißenbäck hat erstmals an den Staatsmeisterschaften für Menschen mit Behinderung teilgenommen, ausgeschrieben von der AUVA. Und sie hat gewonnen, im Bereich Posterdesign.

Nun vertritt sie, neben 3 anderen SalzburgerInnen, Österreich bei den Weltmeisterschaften in Bordeaux. Gabi Weißenbäck sieht das als tolle Herausforderung, will dort Österreich gut vertreten. Jetzt hat sie erfahren, dass in Bordeaux die Weltmeisterschaften auf Apple ausgetragen werden. Und da kennt sie sich nicht so gut aus. Nun bräuchte sie jemanden, der ihr bei InDesign und Apple/Mac bei der Fotobearbeitung ein paar Details erklärt.

Wer kann ihr helfen? Sie rechnet mit einer Stunde und sie kommt gerne irgendwohin. Den Computer hat sie und das Programm ist schon runtergeladen. Und das alles bis Sonntag, 20.3., denn am Montag hebt der Flieger mit Gabi an Bord Richtung Frankreich und Weltmeisterschaften ab!

Bitte bei Gabi melden: g88219@yahoo.de

Und wir von zartbitter drücken Gabi ganz fest die Daumen!

Ich bin jedes Mal wieder begeistert, wenn ich mit den Repair Cafelern zusammen bin. Heute hatten wir ein Pressegespräch und eine Scheckübergabe.

Denn das RepairCafe geht ins vierte Jahr hier in Salzburg. Ursprünglich aus den Niederlanden starteten wir im Frühsommer 2013 in Lehen vor der Bibliothek. Mit sechs ehrenamtlichen Reparateuren, keinem Strom in der ersten halben Stunde und 200 Besucherinnen und Besuchern. Da haben wir einen fulminanten Start hingelegt.

Jetzt sind wir gereift, sogar abgebrüht. Uns bringt eigentlich nichts mehr aus der Ruhe. Mehr als 2000 Gegenstände gingen durch die Hände der ExpertInnen. 60% der Dinge waren danach wieder funktionstüchtig, 1200 Sachen, die NICHT auf dem Müll gelandet sind. Von der elektrischen Käsereibe, über den Fernseher hin zum Fahrrad. 1200 Dinge wären ein Müllberg. Und die BesucherInnen haben immer ein großes Interesse bei der Reparatur  dabei zu sein. Da kommt man ins Plaudern. Reparieren ist nichts Anonymes, sondern was Kommunikatives. Die ReparateurInnen sagen immer wieder, dass es so schöne Begegnungen gibt. Und sie wissen, dass sie etwas sehr Sinnvolles machen. Begeisterte BesucherInnen spenden oft Geld, das die Ehrenamtlichen heute einfach weitergespendet haben. 1000 Euro gingen an die Initiative „Armut teilen“. Alles in allem eine Win-Win-Win- Geschichte. Für die Ehrenamtlichen, die BesucherInnen und die Umwelt!

Ab jetzt hat das RepairCafe auch einen fixen Standort. Hier geht es zu den Infos: Termine und Ort

Ein Erfahrungsbericht: Spannung mal anders

Das Jubiläum: Das 10. RepairCafe

Fotos: Killer

Gedanken zum Fastenbild „Flüchtlingslager Abu Shouk“ in der Pfarrkirche Salzburg-Parsch

Ein Beitrag von Günther Jäger

Im Zentrum der Kirche von Parsch hängt das Bild des Flüchtlingslagers Abu Shouk

Im Zentrum der Kirche von Parsch hängt das Bild des Flüchtlingslagers Abu Shouk

Die Fastenzeit, zur Vorbereitung auf Ostern hin, verstehen wir als eine Zeit, in der wir unser Leben, unseren Lebensstil bedenken und überdenken. Für viele bedeutet die Fastenzeit auch „Reduktion“, ein Sich-Zurücknehmen. Eine Zeit, in der man auf Liebgewonnenes oder Gewohntes verzichtet, damit der Blick frei wird für das Wesentliche im Leben.

Auch die Tradition der Fastentücher – die, soweit mir bekannt ist, bis ins Jahr 1000 zurückreicht – zielt auf Reduktion, auf Verzicht. Mit dem Fastentuch werden Altar, Kreuze, Bilder verhüllt. Neben das körperliche Fasten tritt dadurch ein sinnliches Fasten; gleichsam ein „Fasten für die Augen“.

Das Fastenbild, das wir in der Pfarrkirche Parsch heuer aufgehängt haben, verhüllt nicht den Altar. Es schränkt auch nicht den Blick ein. Ganz im Gegenteil, es möchte uns anregen, unseren Blick zu öffnen und zu weiten.

Das aus vielen Kilomentern Höhe gemachte Satellitenbild zeigt uns einen Teil unserer Erde in ihrer faszinierenden und staunenswerten Schönheit. Es wurde bereits während der „Offenen-Himmel-Woche“ Anfang Oktober letzten Jahres mit 11 weiteren Satellitenbildern am Salzburger Domplatz gezeigt.

Das Satellitenbild zeigt mir aber auch wie brüchig das Leben auf unserer Erde ist. Die Erde: ein für den Menschen von Menschen bedrohter Ort. Die Aufnahme bildet das Flüchtlingslager Abu Shouk im afrikanischen Nordsudan ab. In diesem Flüchtlingscamp leben als Folge des Dafur-Konflikts 50.000 aus ihren Heimatdörfern vertriebene Flüchtlinge. Insgesamt verloren in diesem Konflikt, der ab 2003 den Sudan erschütterte, über 2,5 Millionen Menschen ihre Heimat.

Ich denke, dieses Bild steht für die Situation, in der wir uns heute befinden. Es könnte nicht aktueller sein. Ich brauche Ihnen nichts über die aktuelle Flüchtlingssituation sagen. Tagtäglich berichten die Medien davon, und wir sind direkt und persönlich damit konfrontiert. Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht; ich aber fühle mich inmitten dieser beklemmenden Ereignisse meist ohnmächtig, zerrissen, schockiert und traurig.

Mir ist aber bewußt, dass mein Tun entscheidend ist für die Situation, die wir zu bewältigen haben. Mein Handeln prägt. Und als Christ weiss ich mich eingebunden in die Verantwortung für dieses Welt und für die Menschen.

Wenn es in der Fastenzeit darum geht, auf das Wesentliche in unserem Leben zu schauen, es zu suchen und zu finden, dann möchte ich Ihnen gerne einen Gedanken mitgeben, der mir in den letzten Wochen – inmitten der anhaltenden Flüchtlingskrise – wichtig geworden ist.

Wenn ich mich als Christ eingebunden weiß in die Verantwortung für die Welt und für die Menschen, dann merke ich gleichzeitig, dass diese Verantwortung wie eine Last auf meinen Schultern liegt und mich verzweifeln lässt. Ganz einfach: Sie überfordert mich.

Weiß ich denn, ob mein Protest gegen Krieg auch nur ein Menschenleben in Syrien und im Irak rettet; oder in Afghanistan oder in der Ukraine, in der Zentralafrikanischen Republik, im Sudan, in Somalia, in Libyien, im Ghasastreifen oder auf einem anderen der zahlreichen Kriegsschauplätzen dieser Welt? Oder weiß ich, ob meine konsumkritische Haltung im Alltag nur einen Menschen vor Hunger und Ausbeutung bewahrt?

Vielleicht bin ich ja für das Schicksal der Menschen in Syrien oder im Sudan gar nicht verantwortlich?! Vielleicht bin ich auch für das Kind im Kongo nicht verantwortlich, das für die Handyindustrie in einer Koltanmine schuftet?! Vielleicht bin ich für diese Menschen nicht verantwortlich, weil ich diese globale Verantwortung gar nicht übernehmen kann! Weil die Vorgänge auf der Welt bereits so komplex sind, dass es unmöglich ist, sie zu durchschauen.

Aber ich fühle mich mit den Menschen verbunden. Ihr Schicksal ist mir nicht gleichgültig, ihr Schicksal berührt mich. Ja, es ist mein größter Wunsch, dass sie ihr Leben selbstbestimmt führen können.

Wenn wir uns als Teil dieser Welt und des lebendigen Geschehens auf ihr begreifen, dann denken, fühlen und handeln wir anders. Flüchtlinge, Fremde, Notreisende begegnen uns dann nicht als Problemfälle, die wir „lösen“ müssen, sondern sie begegnen uns als Mitmenschen, deren Augen uns zur Begegnung auffordern, unmittelbar.

„Verbundenheit ist etwas anderes als Verantwortung“, so der Soziologe Hartmut Rosa aus Jena,in ihr liegt nicht eine Verpflichtung, sondern vor allem ein Motivationsgrund, globale Zusammenhänge in unserem Handeln mit zu bedenken“.

Wir dürfen uns bei einer globalen Verantwortung überfordert fühlen. Verantwortlich aber sind wir dafür, ob wir uns als abgetrennt oder als verbunden begreifen.

Das Fastenbild, das uns einen Erdteil zeigt, der weit entfernt von uns liegt, möchte uns einladen, uns als Teil dieser Welt zu begreifen. Auch wenn ich immer wieder Ohnmacht den Ereignissen der Geschichte und meinem Leben gegenüber verspüren, möchte ich doch immer wieder Mut aufbringen, zu Handeln. Diesen Mut, tatkräftig zuzupacken, Gottes Ruf an uns bewußt zu werden, sich mit den Menschen verbunden zu fühlen, wünsche ich Ihnen in dieser Fastenzeit.

 

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Gabriele Rothuber

von Gabriele Rothuber

Antwort für Kinder: wenn man vom Mädchen zur Frau wird, verändert sich vieles im und am Körper. Diese Zeit nennt man Pubertät.
Unter anderem fangen bei den meisten die Brüste an zu wachsen. Manchmal kann das kribbeln oder jucken, die Brust kann recht empfindlich werden.
Es kann auch sein, dass eine Seite früher wächst als die andere – das gleicht sich aber meistens bald wieder aus.
Manche Buben spüren einen „Knoten“ an der Brustwarze, das ist normal und vergeht wieder.

Infos für Eltern: Mädchen kommen zwischen 9 und 16 in die Pubertät. Sollte bei einem Mädchen das Brustwachstum oder auch die Regel noch später einsetzen, die Klitoris zu wachsen beginnen, wird ein Besuch beim Arzt / der Ärztin angeraten. Es könnte sein, dass scheinbar „körperfremde“ Hormone
Einfluss auf die Pubertät haben. Bei zwischengeschlechtlichen Menschen kann es der Fall sein, dass sie erst im Lauf ihres Lebens (eben zB in der Pubertät) draufkommen, Anteile beider Normgeschlechter zu haben. Intergeschlechtlichkeit ist etwa so häufig wie Rothaarigkeit.
Sollte bei Burschen das Brustwachstum einsetzen, so kann es sich um eine sogenannte Gynäkomastie handeln: relativ häufig ertasten Burschen in der Pubertät „Knoten“ um / an den Brustwarzen. Teilweise sind diese auch schmerzhaft oder druckempfindlich. Dies ist eine vorübergehende Erscheinung.
Burschen, bei denen in der Pubertät jedoch Stimmbruch, Penislängenwachstum und Bartwuchs ausbleiben und deren Brüste zu wachsen beginnen, können sich – wie intergeschlechtliche Personen jeden Alters – an den Verein Intergeschlechtliche Menschen Österreich wenden: VIMOE

Gabriele Rothuber ist Sexualpädagogin beim Verein Selbstbewusst und Intersexbeauftragte der Hosi Salzburg

In den städtischen Seniorenwohnhäusern ändert sich vieles. Immer wieder fragen mich Menschen etwa, was das sein soll, so eine Hausgemeinschaft für alte Leute im „Altersheim“? Jedes Mal denke ich dann an meine Uroma, die leider nicht das Glück hatte damals in den 1970er Jahren in einer Hausgemeinschaft zu leben. Sie war in einem Altersheim am Land untergebracht. Ich habe mich als Kind eigentlich immer geängstigt, wenn wir zur Uroma gingen. Mehr als 5 Jahre am Ende ihres Lebens lag sie in einem Bett in einem Zimmer, wo auch eine andere alte Frau untergebracht war. Einmal am Tag wurde sie für mehrere Stunden auf einen Leibstuhl gesetzt. Ein Stuhl mit Loch im Sitz und einer Schüssel darunter. Zum Mittagessen kam sie dann wieder ins Bett. Ein paar Bissen musste sie rasch runterschlucken. Ein wenig Tee. Damit war der Tag gelaufen. Gruselig aber damals normal. Viel hat sich seither geändert!

In den Seniorenwohnhäusern zog in den 1980er und 1990er Jahren ein frischer Geist ein. Mehr Selbstbestimmung, viele therapeutische Angebote, Abwechslung und Individualität. Anfang der 2000er Jahre kam dann auch in Salzburg die Idee der Hausgemeinschaften an, unter anderem von Sonja Schiff, damals Gemeinderätin, gefordert. Und jetzt werden Schritt für Schritt in mehreren Seniorenwohnhäusern in Salzburg die Hausgemeinschaften verwirklicht. Die meiste Erfahrung mit diesem Konzept gibt es in Hellbrunn.


Das Wichtigste dabei ist, dass der Alltag für alle so normal wie möglich ist. Jede/r Bewohner/in hat ein Zimmer für sich, zum Teil mit eigenen Lieblingsstücken möbliert. Im Zentrum steht der gemeinsame Wohnbereich mit Küche. Wer mag und kann, darf mitkochen beim Mittagessen. Wer sein Frühstück erst um 10 Uhr haben will, kein Problem. Wieder wer anderer faltet gerne alle Hand, Dusch- und Geschirrtücher der Hausgemeinschaft. Es gibt keine Bereiche extra für die „schweren“ Pflegefälle, wie man früher sagte. Auch Menschen, die Demenz haben, sind mittendrin im Leben und nicht gesondert untergebracht. Es gibt keine langen Korridore mehr, unpersönliche Einrichtung oder unüberschaubare Räumlichkeiten. Das direkte Lebensumfeld ist kompakt und individuell gestaltet für eine bessere Übersichtlichkeit und das Wohlfühlen. Terrassen, Balkone und ein Garten gehören dazu. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bemühen sich täglich keine „Krankenhausatmosphäre“ entstehen zu lassen, sondern ein normales Alltagsleben zu ermöglichen.

Und der Erfolg zeigt, dass das Modell funktioniert, dank der engagierten MitarbeiterInnen und der alten Menschen, die so aufgeschlossen sind im hohen Alter noch etwas ganz Neues zu wagen. Und jedes Mal, wenn ich dort zu Besuch bin, wünschte ich meine Uroma hätte das Glück gehabt ihre letzten Jahre so erleben zu dürfen. Unterstützt aber selbstbestimmt, gut aufgehoben, aber frei in der Entscheidung. Aber ich bin glücklich als verantwortliche Politikerin ein Stück der Entwicklung in den Seniorenwohnhäusern mittragen zu dürfen.

zum internationalen frauentag 2016

ich hab in den 1990er jahren soziologie studiert. als erstes lernt man da begriffe wie: „soziales handeln“ oder, „soziale normen“. da geht’s um wertvorstellungen, verhaltensregelmäßigkeiten, verhaltenserwartungen, normenkonflikte und noch allerlei andere wort-ungetüme.

interessant war: wertvorstellungen können in normen münden. in eine rechtsnorm zb. das ist eine rechtlich sanktionierte norm. in einer demokratie ist eine rechtsnorm etwas sehr wertvolles und auch praktisches, richtig schön eigentlich: sie ist von der legislative beschlossen worden, die exekutive passt darauf auf und die judikative verhängt sanktionen, wenn sie verletzt wird.

gute sache. im jahr 2015 wurde in österreich die größte strafrechtsreform seit den 1970er jahren beschlossen, seit 1.1.2016 ist sie in kraft. für vergewaltigung genügt jetzt ein NEIN. für sexuell motivierte körperliche übergriffe gibt es endlich auch Sanktionen.

praktisch erklärt: männer , die frauen begrapschen, kommen nicht mehr einfach so davon. egal, ob es um „unsere“ frauen geht, oder gerade um solche, die nicht „unsere“ sind. wenn diese männer sagen, das verletze unsere bestehenden werte, dann sagen sie eigentlich: „unsere frauen, die begrapschen wir immer noch selber, klar?“.

leute, wir können gerne über werte reden. auch über normen. aber bei übergriffen auf frauen, die aufgrund ihres geschlechts geschehen und nichts anderes sind als machtausübung, da reden wir von rechten.

wir reden jetzt vom recht, etwas anzuzeigen. von strafrechtlich relevanten delikten, von polizeipflichten und von entscheidungen vor gericht, von saftigen strafen. davon, dass jede person gleich ist vor dem recht. davon, dass jede frau das gleiche recht hat, ihre körperliche und sexuelle würde zu wahren. und davon, dass sie niemandem gehört. „unsere“ frauen gibt es nicht. jede frau hat somit das recht, ein selbstbestimmtes leben zu führen.

happy frauentag allerseits. die wichtigste forderung zum internationalen frauentag, dem 8. märz, war das frauenwahlrecht. auch so eine schöne rechtsnorm. noch nicht mal 100 jahre alt, übrigens.

infos zum frauentag – und vier kurze filme mit salzburger protagonistinnen der frauenbewegung hier: frauenbüro der stadt salzburg

v.l: sabine veits-falk, elfriede karl, helma schimke, annemarie schobesberger, liane pluntz, brigitte singer

v.l: sabine veits-falk, elfriede karl, helma schimke, annemarie schobesberger, liane pluntz, brigitte singer