Interessantes zum Thema Gesellschaftspolitik

One Billion Rising ist aus dem Jahreskreislauf nicht mehr wegzudenken. Gegen Gewalt auf die Straße zu gehen, weltweit, ist notwendiger denn je.

a9Gewalt gegen Frauen gibt es überall. Man findet sie im engsten Familienkreis und als Waffe der Demoralisierung im Krieg. Gewalt hat noch nie ein Problem gelöst. Im Kleinen wie im Großen. Und Gewalt muss Thema sein, immer wieder. Bis sich gesellschaftliche Werte ändern, zum Beispiel, dass ein Nein auch wirklich Nein heißt und nicht – ja eh vielleicht. Und Eingang in ein Gesetz finden.

Und wir dürfen nicht schweigen zu all den Kriegen in der Welt, in denen besonders Frauen und Kinder unsägliches Leid ertragen müssen. Vergewaltigung im Krieg ist eine besonders perfide Waffe. Sie zerstört Körper und Psyche und nimmt den Frauen auch noch oft ihren Platz in Familie und Gesellschaft.

Umso wichtiger ist es immer wieder darüber zu reden, dagegen aufzustehen, dagegen anzutanzen:


Gegen Gewalt an Frauen heute, morgen, in Salzburg und überall auf der Welt!

Frauen und Männer gemeinsam!

von Gabriele Rothuber

Warum wachsen so viele Haare am Körper, wenn man groß ist?

Antwort für Kinder: Wenn Mädchen zur Frau werden und Buben zum Mann, verändert sich ganz vieles am und im Körper. Diese Zeit nennt man Pubertät.
Hormone oder „Botenstoffe“ verändern den Körper in dieser Zeit.
Und es wachsen auch Haare an unterschiedlichen Stellen, etwa unter den Achseln und um Scheide oder Penis.

Muss man die Haare wegrasieren?

Antwort für Kinder: Das darf man selber entscheiden.

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Info für Eltern: Kinder kommen zwischen 9 und 16 Jahren in die Pubertät. Diese Bandbreite ist völlig normal.

Gabriele Rothuber ist Sexualpädagogin beim Verein Selbstbewusst und Intersex – Beauftragte der Hosi Salzburg.

Wenn es um das Fasten geht, dann denkt man eigentlich sofort an den Körper. Auf was verzichtet man? Fleisch? Schokolade? Alkohol? Zigaretten?

Aber eigentlich soll das Fasten ja Geist und Seele reinigen. Wie hektisch und stressig ist doch oft unser Alltag. Wir ärgern uns. Über eine Arbeitskollegin. Den Buschauffeur, der einem vor der Nase weggefahren ist. Den jungen Mann, der sich an der Kassa schnell vordrängelt. Und über sich selbst, weil man wieder etwas nicht gesagt hat, was man eigentlich sagen wollte. Weil man zu langsam war, zu vergesslich, zu feige, zu bequem. Alles das frisst sich in unseren Geist, in unsere Seele.

Also sollten wir die Fastenzeit nutzen. Lassen wir die Körperkilos drauf. Aber entledigen wir uns von seelischer Last und tanken Ruhe, Gelassenheit, Schönheit, Vertrauen und Aufmerksamkeit.

a5Beginnen wir in der ersten Woche mit den Plätzen der Ruhe. Egal wo wir sind, meist haben wir die ganze Welt dabei, nämlich unser Handy. Jetzt sollten wir uns eine Woche jeden Tag die Zeit nehmen einen Platz zu finden, an dem wir zu Ruhe kommen.

Also starten wir einfach in die erste Woche:

Wo fühle ich mich alleine besonders wohl? Wo kann ich ganz ruhig werden? Wo ist der Ort an dem meine Gedanken freien Lauf haben? Wo kann ich ungestört eine Phantasiereise machen? Gibt es drinnen Plätze?  In der Küche neben dem Herd? Auf dem Sofa? Neben dem Bett? Oder draußen? Auf dem Balkon? Im Park neben dem großen Baum? Am Wasser?

Jeden Tag in der ersten Fastenwoche nehme ich mir  15 Minuten Zeit. Ich gehe an einen der Orte. Ich setze mich, lege mich oder stelle mich hin. Ich schließe die Augen. Ich atme ganz bewusst und tief ein, lasse den Atem wieder raus. Und mit ihm düstere Gedanken, Ärger, Frust, Stress. Mit jedem bewussten Atemzug. Und dann lasse ich meine Gedanken schweifen. An Orte, an denen ich etwas ganz Besonderes erlebt habe. Wo ich etwas besonders Schönes gesehen habe. Ein Ort, an dem ich viel Freude und Spaß hatte. Und ich lächle!

Dann öffne ich die Augen und bin dankbar für diese Reise. Die nächsten Tage suche ich mir andere Plätze, an denen ich meine Gedanken an schöne Orte reisen lassen kann.

Meine Seele ist im Urlaub!

Gaumenfreude mit sozialem Mehrwert

Voila "Boule de Berlin"

Voila „Boule de Berlin“

Heute war es wieder soweit. Für Kinder und Familien in Not verteilten Mitglieder des Kiwanis Club Salzburg Rupertus 30.098 Stück Faschingskrapfen an Firmen in Salzburg.  Das Ganze geschieht jedes Jahr am Faschingsdienstag in nur drei Stunden von 6:30 bis 9:30 Uhr. Auch wenn das nur eine kurze Zeitspanne ist, so ist hier ein enormer logistischer Aufwand dahinter. Ich freue mich, da ein kleiner Teil von dieser coolen Aktion zu sein.

Beim Ausliefern der Krapfen komme ich aber doch etwas ins Grübeln: Machen diese so prachtvoll aussehenden Dinger mich selbst beim Verzehr noch runder im zentralen Bauchbereich? Denn die Anzahl der Kilokalorien ist je nach Größe mit 300 bis rund 450 Kilokalorien stark. Schließlich werden sie schwimmend im Fett herausfrittiert. Da saugt sich das Fett noch so richtig schön in den Hefeteig hinein. Mmmmmhhhhm lecker. Obwohl das auch für das Wiener Schnitzel zutrifft, erscheint die panierte Lieblingsspeise der Österreicher dagegen als ein wahrer Schlankmacher.

Krapfen heißen sie übrigens nur in Österreich und dem süddeutschen Raum. Im Osten Deutschlands werden sie „Pfannkuchen“ genannt und im Norden und Westen des beliebtesten Nachbarlandes der Österreicher werden sie schlicht „Berliner“ bezeichnet. So scheint mir der Ausdruck „Berliner Faschingsbombe“ nicht überzogen zu sein.

Wenn Ihr im Großraum Salzburg arbeitet, dann hattet ihr wahrscheinlich das Glück – zumindest mit 20% iger Wahrscheinlichkeit – heute Faschingsdienstag so eine kleine sündhafte Gaumenfreude mit sozialem Mehrwert verzehrt zu haben. Wenn nicht, dann habt ihr mit 100% iger Wahrscheinlichkeit im nächsten Jahr die Chance dazu. ;-)

Lest hier eine Reportage der Aktion vom vergangenen Jahr …

 

Vor einer Woche hat Europol eine erschreckende Zahl veröffentlicht: 10.000!

Zehntausend Kinder, die als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Europa verschwunden sind. Da gab es einen kurzen lauten medialen Aufschrei. Das Kindererschießen an der Grenze überdeckte aber bald die verschwundenen Kinder. Und andere viel wichtigere Themen.

Ein Teil dieser Kinder, so ExpertInnen, sind bei Verwandten in Europa, die die Kinder nicht melden. Andere sind weiter auf der Flucht. Ein Teil der Kinder soll sich in den Händen Krimineller befinden. Menschenhändler, Sklaventreiber und Zuhälter. Kinder und Jugendliche sind eine leichte Beute, wenn sie alleine unterwegs sind. Sich durchschlagen vom Nahen Osten bis nach Deutschland und Schweden. Sie sehen vieles, was ein Erwachsener nur schwer erträgt. Und sie durchleben manchmal ein tägliches Grauen, müssen schuften, um weiterzukommen. Oder Erwachsenen sexuell zu Diensten sein. Sie sind alleine. In fremden Ländern, zwischen fremden Menschen und ohne Gewissheit, ob die Zukunft besser wird.

Wo bleibt der #aufschrei?

Das ist uns einen Aufschrei von höchstens zwei Tagen wert. Dann gehen wir wieder zum medialen Alltag über. Aber wo sind die Kinder? Europol meint, dass sie mitten unter uns leben und nicht irgendwo versteckt. Also sollten wir weiter darüber berichten, reden, die Menschen informieren. Wenn wir schweigen, dann bleiben die Kinder verschwunden. Dann existieren sie nicht mehr, obwohl sie da sind.

Das wollen wir wohl alle nicht- 2016 mitten in Europa!

von Gabriele Rothuber

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Gabriele Rothuber

Antwort für Kinder:“Buben haben einen Penis und Mädchen eine Vagina. Sie haben nicht nix, sondern das ist ein bisschen „versteckter“ und ein großer Teil davon innen im Bauch, also nicht sichtbar.“

Infos für Eltern: Penis & Vulva sind korrekte Bezeichnungen für Körperteile. Selbstverständlich können Sie Ihren Kindern auch Koseworte beibringen – Kindern ist es egal, welche Wörter wir ihnen lernen.

Es sind die Erwachsenen, die sich denken „so ein Erwachsenenwort“. Und ab dem Schuleintritt sollten Kinder spätestens Worte für ihre Geschlechtsorgane haben, mit denen sie auch mit Erwachsenen (etwa Mediziner*innen, Pädagog*innen) sprechen können und bei denen nicht alle Klassenkamerad*innen losprusten, weil sie aus der Kleinkindsprache stammen.

Im Übrigen ist Vulva die korrekte Bezeichnung dessen, was aussen bei Mädchen/Frauen sichtbar ist. Scheide oder Vagina bezeichnet die „Verbindung“ zwischen äußeren Geschlechtsorganen (Scheidenlippen, Klitoris) und den inneren (Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke).

„Gibt es auch Mädchen mit Penis?“

Antwort für Kinder: „Ja. Die meisten Kinder werden als Bub oder Mädchen geboren – manche auch ein bisschen dazwischen.“

Infos für Eltern: 1-2 von 1000 Kinder werden mit intersexuellen Genitalien geboren und passen nicht in das Normschema Bub / Mädchen.

Weitere Infos siehe Verein Intersexueller Menschen Österreich

Gabriele Rothuber ist Sexualpädagogin beim Verein Selbstbewusst und Intersex – Beauftragte der Hosi Salzburg.