Interessantes zum Thema Gesellschaftspolitik

bi3Ich muss gestehen, dass ich oftmals Videos nicht aus dem Kopf bekomme. Die letzten Tage war das Video, in dem die Pariser Terroristen den Polizisten auf der Straße erschossen, ständig zu sehen. In allen Kanälen, auf jedem Nachrichtenportal. Bilder, die mich tief betroffen gemacht haben. Und mit denen ich schwer umgegangen bin. Bilder die Angst machen. Mitleidlose Bilder, brutale Wirklichkeit.

Und dann bekam ich heute früh einen Link geschickt zu einem anderen Video . Es zeigt Menschen am Straßenrand, die offensichtlich auf jemanden warten. Es nähert sich eine Limousine. Dahinter ein kleines Auto. Sie bleiben stehen. Die Tür öffnet sich und der Papst steigt aus. Die Menschen kommen näher, schieben ihm eine Trage hin. Darauf ein schwer behinderter Mann. Der Papst berührt und küsst ihn. Er spricht mit den anderen, berührt auch sie, segnet sie. Es ist eine Atmosphäre der Liebe zu spüren. Bilder voller Zärtlichkeit, Hoffnung und Zuwendung.

Das zweite Video hat nicht das erste aus meinem Kopf gelöscht. Aber das zweite Video ist stärker, denn es hat mir die Angst genommen. Hoffnungsfrohe Wirklichkeit.

Denn Liebe ist stärker als der Hass.

je1Es ist 19.15 in der Imbergstraße in Salzburg. Menschen versammeln sich vor dem französischen Konsulat. Eine halbe Stunde später sind es mehr als 200 mit Kerzen und Transparenten in den Händen. Alle setzen damit ein Zeichen gegen Hass, Intoleranz und Extremismus und bekunden ihr Mitgefühl mit den Opfern und den Angehörigen des barbarischen Anschlags in Paris gestern. Über allem steht der Satz: Die Liebe ist stärker als der Hass. #JeSuisCharlie lässt die Menschen zusammenkommen, egal welcher Herkunft, Religion, Kultur oder Sprache. Es sind besonders viele junge Leute, die dem Aufruf der Plattform gegen Rechts gefolgt sind, dieses Zeichen zu setzen. Danke!

a6In mancherlei Medien ist jetzt immer wieder davon zu lesen, dass sich viele Menschen ins Private zurückziehen. Auf der Suche nach der heilen Welt. Zu sehen ist das etwa an den steigenden Verkaufszahlen von Zeitschriften wie Landlust, Landleben oder Flow. Häkeln und Stricken ist wieder in Mode. Selbstgemachte Marmelade und Eierlikör sind voll im Trend. Vieles läuft unter dem Motto „Slow“. Also Slow Food, Slow Baking, Slow Living und vieles mehr schmückt das Wörtchen „Slow“. Und was natürlich auch in den Medien steht, ist die Kritik an diesem neuen Biedermaier.

Kurz gesagt heißt das, wenn ich Marmelade einkoche, interessiere ich mich nicht für alles außerhalb des kleinen privaten Glücks. Und das nervt mich. Ich gestehe, dass ich gerne einkoche und Kekse backe. Ich habe auch eine Riesenfreude am Tomaten anbauen und Vögel beobachten. Was mich nie reizen wird ist Häkeln, Stricken und Nähen. Aber alles andere – gerne.

Und trotzdem interessiere ich mich für vieles, was außerhalb von Küche und Garten vor sich geht. Ich rege mich auf über Ungerechtigkeiten, mich beschäftigt es, wenn es Menschen schlecht geht. Es lässt mich nicht kalt, wenn es woanders Krieg, Vertreibung und Unterdrückung gibt. Ich versuche im Rahmen des mir Möglichen etwas dazu beizutragen, die Welt ein Stückchen besser zu machen und das heißt nicht, dass ich Eingekochtes verschenke.Und ich weiß von vielen anderen Menschen, dass sie auch so empfinden und handeln. Aber ich lasse mir nicht vorwerfen, dass ich, wenn ich Marmelade einkoche, kein Interesse am Geschehen in der näheren und ferneren Welt habe. Das Leben ist kein „entweder – oder“ sondern ein „sowohl – als auch“!

Oder wie seht ihr das?

Anja Hagenauer Peter Ebner ZartbitterVor drei Jahren sind wir rund um den Jahreswechsel zusammengesessen und haben getratscht. Und wie das so ist, kommt man vom einen ins andere.

Und plötzlich war da eine Idee. Wir schreiben beide gern, sind neugierige Menschen und erzählen gern über Erlebtes. Also warum nicht einen Blog gründen und andere einladen mitzutun? Einfach schreiben über dies und das, was uns wichtig ist? Und wenn es uns nicht mehr freut, dann gehen wir wieder vom Netz und behalten es als kleine Episode in netter Erinnerung? Ja, so haben wir uns das vorgestellt.

Und jetzt drei Jahre später sind wir wieder zusammen gesessen und haben ein bisschen Rückblick gehalten, was da geworden ist aus unserer Idee. Und wir haben gestaunt. Wir sind immer noch im Netz und es ist keine Rede mehr davon aufzuhören. Es macht einfach zu viel Freude. Und das liegt an jedem einzelnen von euch, die ihr unseren Blog lest, mitgestaltet, weiterempfehlt und uns auch Anregungen gebt, aber auch nicht mit Kritik übern Berg hält. Das ist gut so.
Was uns besonders gefreut hat, sind die vielen Menschen, die unseren Blog lesen.

Waren es zu Beginn 200 Interessierte monatlich, so erreichten wir im Mai 2014 die 5000 Marke. Im Dezember 2014 haben wir  mehr als 9000 Menschen auf zartbitter.co.at zu Besuch gehabt.

Das liegt in erster Linie nicht an uns, sondern besonders an den vielen Autorinnen und Autoren, die mitschreiben. Das macht zartbitter einfach so vielfältig. Findet ihr nicht?
Zartbitter Team Hagenauer Ebner Jurikovsky Saller Hörbst Gisshammer

Im Jahr 2014 haben wir beschlossen zartbitter zu einer fixen Institution zu machen. Dazu gehört in Österreich was? Ja genau, man gründet einen Verein. Und so sind wir seit Juni 2014 eine coole Truppe, die sich in gemütlicher Vereinsrunde Gedanken macht, wie zartbitter weiterentwickelt werden kann.

Und jetzt liebe Leserinnen und Leser ein Angebot an euch. Wir freuen uns, wenn neue Autorinnen und Autoren zu uns stoßen. Aus Erfahrung wissen wir, dass es manchmal eines kleinen Anstoßes bedarf, um etwas zu schreiben. Aber wenn man es einmal getan hat, dann will man immer wieder mal. Bei uns sind alle Themen willkommen, ob ihr über Hühner, Spirituelles, Filme, Gesellschaftspolitik, Menschen, Erlebnisse, Sport, Kuchen, Feminismus, Hunde oder Geschichte schreiben wollt. Wir wollen ein offener Blog sein. Wir selbst sind manchmal gegenteiliger Meinung zu einer Sache und sehen es als Bereicherung, auch im Blog den anderen zuzulassen. Das macht das Leben reicher und lehrt uns Respekt.
2014 war ein wunderbares zartbitter-Jahr. Wir freuen uns auf 2015! Auf euch Leserinnen und Leser und auf alle, die aktiv mitmachen wollen!
Alles Gute, viel Gesundheit und bleibt euch treu :)
Anja und Peter
und alle Autorinnen und Autoren

Udo Jürgens Als kleiner Junge half ich natürlich zu Jerry. Die Kleineren zu unterstützen, war immer mein Anliegen. Schließlich hatte doch Tom immer das Nachsehen. Gut so. Aber es war Udo, der die Serie aus den 40iger Jahren im deutschen Sprachraum zum Aufblühen brachte. Vielen Dank für die Blumen.

Jedes Lied wurde mit Sahne serviert. Denn das Leben ist ja nicht nur eine Schokoladentorte, sondern auch die süßen Schnitten können genossen werden. Auch wenn er noch niemals in New York gewesen ist, so hat er doch 1001 mal bei sentimentalen Akkorden griechischen Wein genossen.

Sein Bruder, der wunderbar malen kann, den hat er bewundert. Weil er Zeitloses schaffen kann. Das wollte Udo, Geschichte schreiben, aber nicht durch Kriegszüge. Sondern durch alltägliche und hochpolitische Geschichten, die jede/r versteht. Denn diese Welt braucht Lieder: Lieder vom gläsernen Menschen, vom ehrenwerten Haus, vom Drachen-Bauen, vom Schwimmen gegen den Strom, von unserer Angst und vom größten Wunsch.

Gib uns Deine Angst, wir geben Dir unsere Hoffnung dafür. Heute begann der Rest Deines Lebens. Ein Augenblick, ein Stundenschlag, 1000 Jahre sind ein Tag. So lange klingt Dein Lebenswerk nach.

Danke Udo, merci Chéri!!!

 

Vorgestellt: Der gebürtige US-Amerikaner Ben Jacobs hat eine Produktion von Beef Jerky in Salzburg gestartet.

In Nordamerika ist es ein Milliarden-Dollar-Geschäft und aus den meisten Haushalten nicht mehr wegzudenken. Die Rede ist von Beef Jerky, dem Snack aus mariniertem oder gesalzenem, in dünne Scheiben oder Streifen geschnittenem Rindfleisch. Den Ursprung dieses Lebensmittels findet man bei den indigenen Völkern Nordamerikas, die dafür allerdings Büffelfleisch verwendet haben. Früher wurde das Beef Jerky aufgrund der langen Haltbarkeit als Proviant bei der Besiedlung des nordamerikanischen Raums verwendet. Seit gut zwei Monaten kann man Beef Jerky auch in Salzburg kaufen. Der gebürtige US-Amerikaner Ben Jacobs vertreibt gemeinsam mit seiner Frau Sabine den Snack unter dem Namen „Simple Jerky“.

busybee.at

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„Anfang des Jahres habe ich nach Rezepten für Beef Jerky gesucht. Daraus ist dann die Idee entstanden, ein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen“, sagt der 35-Jährige, der mit seiner Frau in Abtenau lebt. Daraufhin habe er einige Monate an verschiedenen Rezepten getüftelt. Im Oktober erhielt er den Gewerbeschein, um sein Beef Jerky, das es in vier Geschmacksrichtungen gibt, zu verkaufen. Das Fleisch bezieht er vonder Firma Kreil im oberösterreichischen Schwand. Die Herstellung erfolgt beim Metzgermeister Leopold Lindlbauer in Hallein. Seine Frau Sabine, die er 2006 in einer Schauspielschule in New York kennengelernt hatte, kümmert sich um das Design der Verpackungen und um die Website.

Eine Packung mit 50 Gramm Beef Jerky kostet sechs Euro. Der relativ hohe Preis sei auch gerechtfertigt, sagt Jacobs. „Wir verzichten bei der Produktion auf jegliche Zusatz- und Konservierungsstoffe. Wir geben nur Kräuter und Gewürze wie Knoblauch, Honig, Pfeffer und Salz hinzu.“ Derzeit kann man das Salzburger Beef Jerky auf der Schranne, im England Shop in der Kaigasse oder übers Internet beziehen. In Zukunft sollen Jacobs’ Produkte auch in den Irish Pubs sowie in der Belgischen Bierbar angeboten werden. Verhandlungen diesbezüglich laufen bereits.