Der größte Einwanderungsstaat der Erde wählt mal wieder und alle sind gespannt ob Obama nochmals vier Jahre im Weißen Haus wohnen bleiben darf. Oder hat Mitt Romney ab Jänner eine neue Adresse? Genaueres wissen wir Mittwoch früh.

Spannend an der Wahl ist aber auch das Vorher und Nachher. Es beginnt schon bei den Vorwahlen, eine echte basisdemokratische Einrichtung. Es stellen sich mehrere KandidatInnen der Vorwahl in der eigenen Partei, mühsam und eine kräftezehrende Herausforderung, die Obama dieses Mal erspart blieb. Romney musste sich gegen einige gewichtige Mitbewerber wie Newt Gingrich und Rick Santorum durchsetzen. Nach den Parteikongressen der Republikaner und Demokraten, wo der jeweilige Kandidat gekürt wird, geht es direkt in die Schlammschlacht!

Cool das Video mit Richard Hayes, dem Müllmann, der den Dreck vor Romneys Haus wegräumt und beklagt, dass seine Arbeit nicht wertgeschätzt wird.

Ein Video der Republikaner zielt auf die Hispanics in den USA und warnt auf Spanisch vor Obama, der vom Sozialisten Hugo Chavez unterstützt wird.

Besonders umkämpft sind die Swing States, die nicht eindeutig demokratisch oder republikanisch sind. Hat ein Kandidat die Stimmenmehrheit in einem Bundesstaat, dann bekommt er alle Wahlmännerstimmen, daher kommt das „The winner takes it all“. Interessant sind die Bundesstaaten, die besonders viele Wahlmännerstimmen haben, wie Kalifornien, Florida oder New York.

Interesssant ist, dass die Wahlen seit 1845 immer am Dienstag nach dem ersten Montag im November stattfinden. Damals war der Sonntag heilig und gehörte Gott. Viele Wähler mussten eine beschwerliche Tagesreise auf sich nehmen, um an der Wahl teilnehmen zu können. Sie konnten erst am Montag weg und so wurde der Dienstag als Wahltag bestimmt.

Die Vereidigung des alten oder neuen Präsidenten findet dann im Jänner statt. Ein Termin, der auch den Umständen in früheren Jahren geschuldet ist. Die Stimmen der Wahlmänner mussten im jeweiligen Bundesstaat beglaubigt und versiegelt werden, dann wurden sie an den Regierungssitz versandt. Das konnte dauern.

Seien wir gespannt und wer noch mehr wissen will, hier ein spannender Blog zur US-Wahl:

http://www.usa2012.at/

1 Antwort
  1. christoph sagte:

    Interessante Infos in diesem Artikel. Zur US-Wahl habe ich im Zusammenhang mit dem Sturm „Sandy“ noch ein interessantes Zitat aus den SN: „Mitt Romney steht für eine Partei, die immer noch meint, der – von den Menschen verursachte – Klimawandel sei eine Frage des Glaubens, die biblische Schöpfungsgeschichte dagegen eine Tatsache.“

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