Social Dining, Miteinander Essen oder Invitationsdepartement. Es geht immer um das Gleiche. Menschen, die sich nicht so gut oder gar nicht kennen, treffen sich zum Essen. Denn das Essen bringt die Leut zusammen.

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So geschehen auch Montag Abend im Bewohnerservice Gnigl/Schallmoos in Salzburg. Es treffen sich ÖsterreicherInnen und AsylwerberInnen.

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Um 12hr mittags beginnen die Köche mit den Vorbereitungsarbeiten. Es gibt orientalische Spezialitäten und Pizza. Das dauert. Um 19 Uhr warten dann über 30 Menschen auf das gemeinsame Essen. Und ein Gesprächsthema gibt es, um die ersten Hürden zu überwinden: das Essen.

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Und dann wird es schon persönlicher. Ich werde auch ausgefragt über Familie und Beruf. Und ich frage natürlich interessiert zurück. Und es dauert nicht lange, bis das Handy gezückt wird und die Familienfotos die Runde machen. Ein Flüchtling aus dem Irak erzählt mit sehnsüchtigem Blick von Frau, Töchtern und Sohn. Die Iranerin neben mir hat schon Asyl und ihre Tochter erklärt mir welche Buchstaben sie schon in der  ersten Klasse Volksschule gelernt hat.

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„Der Chefkoch“ des Abends kann mit mir auf Türkisch plaudern, das er von einem Freund gelernt hat. Es gibt viele Augenblicke mit fröhlichen Gesichtern und Gelächter. Und dann immer wieder sehr sentimentale Momente, die jeder für sich alleine erlebt, aber kurz später wird er schon wieder von der Gemeinschaft getragen. Das hilft. Und darum mag ich das und kann es nur jedem raten, es auch zu versuchen. Nach den ersten Minuten der Unsicherheit, ist das Eis gleich gebrochen, denn das Essen bringt die Leut zusammen.

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