Speiegl

Quelle: Spiegel Online

Seit gut zwei Wochen beschäftigt uns das Drama um den Höhlenforscher Johann Westhauser. Seit gestern ist er mit Hilfe Hunderter Retter raus aus dem Untersberg. Und jetzt beginnt vor allem in Foren und Kommentaren die Diskussion um die Risiken und Kosten. Wer soll das nur bezahlen? Warum ist der Forscher überhaupt in so einer riesigen und gefährlichen Höhle unterwegs? Er ist doch selber schuld meinen einige und er soll das bezahlen. Er hat das Leben vieler Menschen riskiert, nicht nur das eigene, ist auch zu lesen. Alles Fragen, wie bei anderen spektakulären Unfällen und Rettungen auch. Fragen, die natürlich gestellt werden dürfen. Aber für mich ist die Antwort eigentlich klar. Ein Menschenleben ist ein Menschenleben. Wenn jemand Hilfe braucht und es für Hunderte selbstverständlich ist diesem Menschen zu helfen, dann ist das gut so. Man muss nicht in eine Höhle hinuntersteigen, um in eine risikoreiche Situation zu kommen. Jeder und jede von uns darf darauf bauen, dass bei einem schrecklichen Unfall andere Menschen zur Stelle sind, die dann helfen. Das ist beruhigend.

Darum freue ich mich für Johann Westhauser und für jeden anderen, dem in einer schrecklichen Lage geholfen wird.

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