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Martin Koch vor seinem Salzburg-Bild

Ausstellungen bei Tagungen sind ja an sich nichts Besonderes. Die Ausstellung in St. Virgil, begleitend zur Down Syndrom Tagung ist etwas Besonderes. Dort habe ich mit dem Künstler Martin Koch, geboren 1982 in Salzburg,  gesprochen. Im Brotberuf arbeitet er seit über 10 Jahren im Kindergarten. Aber er ist auch sehr gerne auf Reisen. Wenn andere ein Fotoalbum machen, malt Martin Koch Bilder, hält die Erinnerung fest. Aber nicht nur das Gesehene. Mit den Farben und seiner besonderen Malweise finden auch die Gefühle Platz und bleiben so bunt und mit klaren Linien im Gedächtnis.

Martin Koch hat mir seine Bilder gezeigt, mir erklärt, auf welche Details ich achten muss. Ich will einige Bilder zeigen:

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Was wäre Salzburg ohne Jedermann? Undenkbar! Und was wäre der Jedermann ohne Tischgesellschaft? Nicht DER Jedermann. Der Künstler schafft eine Tischgesellschaft, die aufs Wesentliche reduziert ist. Der Mammon, die Guten Werke, die Buhlschaft. Die frohen Farben sind Party, manche Gestalt lässt Unheimliches erahnen.

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Aus Kanada hat er eine Erinnerung an den Besuch bei Indianern mitgebracht. Mit Lagerfeuer,  Zelten, Marterpfahl und federgeschmückten Menschen. Aber halt, was schiebt da die alte weißhaarige Indianerin im linken unteren Eck vor sich her? Ja, eine Gehhilfe!

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Oder habt ihr den Nil schon einmal in so einem wunderschönen Blau gesehen. Mit dem alten Nilschiff, das Segel gehisst. Und am Ufer die Pyramiden, wo schon die Kamelführer auf die zahlungswilligen Touristen warten. Und ist er etwa in einen Sandsturm geraten?

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Und an der Ostsee war Martin Koch auch. Dort hat er die berühmten Kegelrobben gesehen.  Wo er war dürfte es keine Strandkörbe gegeben haben. Denn zwischen Robben und Meer sind fünf klassische Liegestühle aufgestellt. Ob der Künstler auf einem gelegen ist?

Und wer jetzt neugierig geworden ist kann noch bis 13. November Kochs Werke und die seiner KünstlerkollegInnen in St. Virgil bewundern.

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