Autofasten, Schokofasten, keinen Alkohol trinken und eine fünfwöchige Rauchpause einlegen. Fleischverzicht und den Fernseher im Keller zwischenlagern. Alles Möglichkeiten zu entsagen und Verzicht zu üben. Ich will es heuer anders angehen. Ich liebe Michael Jacksons Musik. Und da gibt es ein Lied, das mir immer besonders nahe geht. Dieses Lied soll mich durch die Fastenzeit begleiten und meine Sinne schärfen: Man in the Mirror!
MJ singt vom Leiden der Kinder, der Männer und Frauen. Von Hunger, Kälte und Obdachlosigkeit. Und von Verantwortung. Der Verantwortung, die jeder einzelne von uns trägt:

I’m starting with the Man In The Mirror, I’m asking him to change his ways.
And no message could have been any clearer, if you wanna make the world
a better place, take a look at yourself and then make a change

Er singt von der Möglichkeit etwas zum Besseren zu ändern. Schauen wir uns in den Spiegel und beginnen wir mit uns selbst. Was können wir, was kann ich dazu beitragen die Welt ein Stückchen besser zu machen. Reden wir uns nicht raus auf andere, auf die dort oben, dort drüben, die, die nach uns kommen. So will ich es halten in der Fastenzeit und darüber hinaus. Ich will am Morgen mit Man in the Mirror in den Tag starten. Und ich will mir bewusst machen, genau an diesem Tag etwas dazu beizutragen, für einen Menschen oder mehrere etwas besser zu machen. Und ich will versuchen mich nicht hinauszureden, dass man eh nichts ändern kann. Ich weiß, das wird nicht so einfach. Ich weiß, ich werde immer wieder scheitern. Aber ich weiß auch, dass ich es immer wieder versuchen werde.

https://www.youtube.com/watch?v=b8ajkPp75PQ

1 Kommentar
  1. Michael König sagte:

    Ergänzende Überlegung zu man in the mirror: Das naheliegende erste Objekt der Veränderung bin ich selbst: Meine Denkfolien,Lösungsstrategien, Verhaltensweisen. Da kann ich täglich etwas von angelegtem Staub abkehren, da kann ich täglich von vertrauten Wegen Abkehr halten, wenn diese dysfunktional, wenn auch vertraut geworden sind, da kann ich täglich die Übung des stetigen Wandels machen. Ich verändere die Gesellschaft und beginne bei mir selbst. Ich sehe eine starke Verbindung von Selbstsorgsamkeit und Wandlungsfähigkeit einerseits und Fürsorglichkeit für andere und Weltveränderungsvermögen im Außen andererseits. Insofern erinnert mich die Fastenzeit immer auch an den selbstkritischen, notwendigen Blick auf das Eigene und die Schärfung meiner Selbstreflexivität. Das wäre eine Lesart von verstärkter „Selbstsorge“ im Sinne eines Spiegelblickes, speziell in der Fastenzeit. Das ist aber keine Abkehr vom außen, sondern schärft meine Wirksamkeit ebenda. Man in the mirror: „Was will transformiert werden?“ „Wo hat sich in meinem Denken Staub angelegt?“ Was gilt es umzukehren?“ „Wovon gilt es umzukehren?“

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