In regelmäßigen Abständen erfahren wir von neuen Lebensmittelskandalen. Ob Sägespäne im Joghurt, Rinderwahn, Gammelfleisch. Und jetzt Pferdefleisch in der Lasagne. Es gibt wieder einen Aufschrei in der Öffentlichkeit, eine kurze und heftige Erregung und dann? Dann geht es weiter wie bisher. Die Produktion von Lebensmitteln geht weiter, die Industrie übt kurz Reue und schöne Werbefilmchen gaukeln uns wieder die heile Welt vor.äpfel

Ändern wird sich erst dann was, wenn viele Menschen ganz bewusst den Wert von Nahrungsmittel erkennen. Wenn es nicht egal ist, woher die Produkte stammen. Wenn es wichtig ist, dass Tiere vor ihrem Tod ein relativ würdiges Leben haben. Wenn Pflanzen nicht eine Haltbarkeit von Monaten haben müssen, ermöglicht durch den Einsatz chemischer Mittel. Wenn Fair Trade mehr ist als das schlechte Gewissen zu beruhigen. Dann besteht die Chance, dass Lebensmittelskandale wirkliche Skandale sind und nicht nur ein wiederkehrendes Phänomen, dass nach wenigen Tagen schon wieder vergessen ist. Bis zum nächsten Mal.

 

1 Antwort
  1. Monika sagte:

    So ganz verstehe ich den „Skandal“ und den Aufschrei nicht. Ist doch Pferdefleisch mit Sicherheit weniger mit allem möglichen Zeugs belastet, als alles andere Getier in unserem Essen. Viele Jahre wurde Pferdefleisch gleichwertig mit anderen Haustieren zu Wurst und anderen Sachen verarbeitet. Heute ist es eine Delikatesse. Davon zeugt die letzte Pferdemetzgerei in Wien -> http://www.pferdefleischer.at/produktpalette/
    Seit aber Pferde immer mehr zum Ersatz für irgendwas geworden sind und Unmengen an Geld für die private Pferdehaltung ausgegeben werden, ist es plötzlich unschicklich und ein Skandal, Pferdefleisch zu essen.
    Der wahre Skandal ist, wie uns die Lebensmittelindustrie belügt und wir das ganz selbstverständlich hinnehmen.

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