Irgendwie scheint die Welt immer perfekter werden zu wollen. Die Welt? Nein viele Menschen. Gerade haben wir das perfekte Weihnachten hinter uns, jetzt fehlt noch die perfekte Silvesterparty, dazu ein paar Vorsätze fürs neue Jahr. Und 2016 wollen wir in der Arbeit alles gut machen. Und dazu müssen wir auch gut ausschauen. Makellos sozusagen. Wie es in den Medien von diversen Promis und Gurus vorgelebt wird.

Man soll ja immer an sich arbeiten. Sich weiterentwickeln. Nicht stehenbleiben. Dazulernen. Und wehe man macht mal etwas falsch oder es schaut nicht so toll aus. Geht gar nicht. Muss man halt noch ein bisschen mehr Einsatz zeigen. Noch eine Überstunde in der Arbeit, am Wochenende Emails checken. Eine Zusatzrunde laufen, damit die Figur ja in Form bleibt. Und nicht vergessen, das T-Shirt vom letzten Jahr geht gar nicht mehr, denn 2016 ist Apple-Mint total angesagt. Das gelbe Zeugs von 2015 kann man ja praktischerweise spenden.

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hinfallen-aufstehen-Krone richten-weitergehen!

Stopp! Halt!

Macht das Leben so wirklich Spaß? Müssen wir perfekt sein? Wir meinen NEIN! Das macht uns Menschen doch aus, dass wir nicht vollkommen sind. Dass wir Fehler machen. Und dass wir aus Fehlern lernen können, aber trotzdem nie davor gefeit sind, sie wieder zu machen. Natürlich gibt es Berufe, wo wir von den Menschen Perfektion erhoffen, weil daran das Leben hängt, Ärztinnen etwa oder Piloten.  Aber wie oft setzen wir uns unter Druck ohne dass es um Leben oder Tod geht.

Da wollen wir doch gelassener werden. Wir können über Fehler auch lachen. Wir können uns im Spiegel anlächeln, auch wenn sich schon ein Fältchen zeigt oder die Augenbrauen und Bärte nicht Haar für Haar perfekt getrimmt sind. Weniger Druck macht uns offen und freier. Aufmerksamer. Für die Schönheiten, die wir oft nicht sehen, weil wir uns selbst so stressen. Für ein altes Bauwerk. Einen schief gewachsenen Baum. Moos, das sich durch Steine kämpft. Eine alte Frau, die mit einem Lächeln an der Salzach die kreischenden Möwen füttert. Das Kind, das immer wieder versucht den höchsten Punkt des Klettergerüsts zu erreichen.

2016 wird sicher nicht perfekt!

Aber wir können es gelassener angehen, mehr lächeln und aufmerksam sein für die anderen Schönheiten.

Alles Gute für 2016 wünscht

Das Zartbitter Team

Peter, Monika, Beate, Robert, Robert, Sonja, Xela, Sabine und  Anja

 

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