5 Millionen Menschheitsgeschichte auf 700 Seiten. Das ist Hermann Parzingers „Die Kinder des Prometheus“  . Er nimmt uns mit auf eine Reise, die über die ganze Erde führt und versucht einen Überblick über die Erkenntnisse der vorschriftlichen Zeit zu geben.

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Göbekli Tepe

Spannend sind seine Ausführungen zur Entwicklung des Menschen. Welche Bedeutung die Umweltbedingungen, die Fauna und Flora hatten. Und wie sich Werkzeuge auf die Weiterentwicklung des Menschen auswirkten. Vom Gebrauch des Feuers lernen wir in der Schule, aber haben wir auch von der Bedeutung der Nähnadel gehört? Sie hat den Menschen befähigt sich Tierfelle zu großen Stücken zu verbinden und damit Wärme zu gewinnen. Es kristallisiert sich aus den Funden heraus, dass die Neugier eine der wichtigsten Antriebsfedern des Menschen ist. Besonders viel Raum widmet Parzinger der Entwicklung von Kultstätten.

Eine der interessantesten ist wohl Göbekli Tepe, in der Nähe von Urfa in der Südosttürkei. Vor 11.000 Jahren entstand hier eine überregionale Kultstätte, an der die Menschen regelmäßig zusammenkamen. Tonnenschwere Pfeiler, behauen mit Figuren, zeugen von der Bedeutung. Ohne organisatorisches und technisches Wissen wäre es nicht möglich gewesen diese Stätte zu errichten. Hier lässt sich der Übergang vom Jäger und Sammler zum Bauern festmachen. Vor mehr als drei Jahren war ich dort. Ich stand auf dem Hügel von Göbekli Tepe und kam aus dem Staunen nicht heraus. Diese riesigen Pfeiler, wie kamen die auf den Hügel? Die wunderbaren Reliefe darauf, Schlangen Füchse, Löwen. 11.000 Jahre alt, das lässt einen ehrfürchtig sein.

Wer nicht selbst dorthin reisen kann, dem sei Parzingers Buch ans Herz gelegt. Ein großartiges Panorama über 5 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte.

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