Doris Knecht schreibt im „Falter“, dass sie jetzt wieder Zeit hat, den Hortensien-Blog zu lesen. Ihre Zwillinge sind jetzt schon älter und spielen lieber mit dem Handy als mit ihr. Das klingt sehr verlockend. Als Blumenfreundin liebe ich Hortensien. Als Mama bietet der Hortensien-Blog gerade das richtige Maß an emotionaler Aufregung für mich.

hoMan kann es drehen wie man will – seit ich Kinder habe, habe ich ein rührseliges Mütchen bekommen. Und das hat nichts mit Realitätsverweigerung zu tun. Aber die Grauslichkeiten der Welt mischen sich oft zu dominant in meine häusliche Idylle. „Du musst dem Krieg ins Auge sehen“, meinte kürzlich ein lieber Kollege und fuchtelte mit einem schrecklichen Bild vor meiner Nase herum. Nein, muss ich nicht! Ich weiß auch so, dass die Dinge, die in Syrien passieren oder im Gaza-Streifen oder sonst wo, ganz furchtbar sind. Besonders für die Kinder dort.

Vielleicht sollte ich der Ordnung halber erwähnen, dass besagter Kollege bei einer „Dove“-Werbung mit romantisch-weichgezeichneter Papa-ich-hab-dich-lieb-Idylle schon feuchte Augen bekam. Soweit bin ich noch nicht. Obwohl wenn ich an das Happy-Video mit den Eltern und Kindern mit Down-Syndrom denke… Eine Freundin gestand mir kürzlich, dass ihr schon bei Tierkindern die Tränen kommen. Tja, offensichtlich bin ich nicht allein.

Kinder, wie rührt ihr doch die Seele. Schön ist das! Und vielleicht kaufe ich mir heute zur Abwechslung mal eine Garten-Zeitung und ein Bussi-Bär Heft. Und vielleicht auch noch den Spiegel und den Falter…

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