Mehr Kinderfreundlichkeit bitte!!!

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Heute hatte ich ein kurzes aber sehr eindrückliches Erlebnis am Salzachsee. Ein kinderfeindliches. Ich hab mich so geärgert, dass ich das unbedingt auf Facebook teilen musste.

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Selten, dass eine Facebook Status-Meldung von mir so viele Likes und Kommentare bekommt. Auch Persönliche Nachrichten kamen hereingerauscht. Und das Erlebnis hat mich den ganzen Tag immer wieder beschäftigt. Weil ich es absolut nicht verstehen kann, wie man so grantig auf Kinder reagieren kann, die gar nix, aber rein gar nix machen. Keinen Laut von sich geben, brav im Wasser stehen, nicht pritscheln oder sonst einen Spaß machen. Und die Rückmeldungen zeigen mir, dass das nicht ein Einzelerlebnis war. Und eine Frage beschäftigt mich. Was wollen Menschen von der Zukunft, wenn sie so auf Kinder reagieren? Irgendwie sind die ja die Zukunft. Es sind die gleichen Menschen, die sich dann ganz furchtbar aufregen, wenn ein junger Mensch ihnen im Obus keinen Platz frei macht. Wen wunderts?

Mehr Kinderfreundlichkeit ist gefragt

Kinder lernen Respekt, Freundlichkeit und Miteinander nicht vom Verhalten der Spanischen Wegschnecke sondern von den Erwachsenen, denen sie begegnen. Und darum können wir nur eine respektvolle Zukunft miteinander haben, wenn wir Kinder mögen, ihnen auch mit Respekt begegnen, ganz einfach kinderfreundlich sind. Und ich freue mich über alle, die sich bemühen, genau das zu leben. Denn wenn wir „unsere Kinder“ nicht mögen, dann können wir den Laden zudrehen, dann haben wir als Menschen versagt. Darum  brauchen  wir mehr Kinderfreundlichkeit in Salzburg und dazu müssen wir alle miteinander beitragen. Damit Erlebnisse, wie das am Salzachsee einfach der Vergangenheit angehören!

2 Kommentare
  1. Doreen sagte:

    Wir brauchen auch ein kinderfreundliches Vermieterwesen. Ich beispielsweise scheitere hier in Hamburg mit der Zahl meiner Kinder seit Jahren auf der Suche nach einer Wohnung. Ja, wenn ich statt vier wunderbarer Kinder vier Hunde hätte … Angesichts solcher Vermieteraussagen zweifle ich arg an dieser Gesellschaft.

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  2. Heidi Steinschaden-Faber sagte:

    Ja zu mehr Kinderfreundlichlichkeit! Ich befürchte, dass viele Eltern solche Erlebnisse zu erzählen haben. Meine Tochter ist 11 Jahre alt und ist vorgestern um 10 Uhr am Vormittag mit ihrer Freundin in unserer Siedlung Rollschuh gefahren. Rollschuhe machen kein lautes Geräusch, sie haben dabei auch nicht herumgebrüllt sondern eine Choreografie einstudiert. Das war einer Nachbarin zu viel, sie hat zuerst die Kinder und dann mich angeschnauzt. Die Kinder sollen aufhören zu fahren. Ich habe den Kindern nicht verboten, weiter zu fahren, so ist sie wütend abgezogen, hat mich unsozial geschimpft und wird sich über uns beschweren! Über diesen unerfreulichen Zusammenstoß habe ich mich auch richtig geärgert. Und ich denke mir, eigentlich sollten wir uns beschweren, über so viel Unverständnis, über so viel Aggressivität und über die Beschneidung der Lebensräume für Kinder!

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