Stress, Aufgeregtheit und Nervosität sind unsere ständigen Begleiter. Ein bisschen davon schadet ja nicht, aber wenn es zu viel wird, dann ist es nicht nur schlecht für unser körperliches Befinden. Es drückt auch auf die Seele. Und oft sind wir in stressigen Situationen und dann kommt noch eins oben drauf und wir sind auf 120!

Aber das muss nicht sein. Es hilft niemandem sich aufzuregen, ändert die Situation nicht zum Besseren und senkt auch nicht den eigenen Blutdruck. Zugegeben leicht ist es nicht gelassen zu  bleiben, wenn um einen rundherum alles laut, schnell und fordernd ist. Aber man kann das üben und nach einigen Tagen geht es schon ganz gut und man meistert stressige Situationen viel gelassener, mit innerer Ruhe.

Aber wie geht das?

a9Am besten fange ich damit an, mich einen Tag zu beobachten. Was sind die Situationen in denen ich mich aufrege? Wenn mir der Bus vor der Nase wegfährt? Der Vordermann bei Grün blinken nicht mehr über die Ampel fährt? Mein Kind schon wieder eine halbe Stunde zu spät kommt und nicht angerufen hat. Meine Arbeitskollegin mich wieder einspannt, weil SIE den Auftrag sonst nicht auf den letzten Drücker hinbekommt. Wenn ich ganz aufmerksam bin, merke ich, was sich über den Tag an aufgeregten Situationen ansammelt. Das kann nicht gut sein. Also beginne ich am zweiten Tag die Situationen bewusst gelassen anzugehen. Als erstes versuche ich Abstand zur Situation zu gewinnen. Betrifft es mich wirklich oder lasse ich mich gerade in die Situation hineinziehen. Wenn es mich nicht betrifft, atme ich ein paar Mal tief durch und verlasse die Situation. Entweder in dem ich von dem Ort weggehe oder meine Gedanken an einen meiner Plätze der Ruhe bringe. Distanz stärkt meine Gelassenheit. Oft passiert etwas, was mir im Augenblick als furchtbar vorkommt. Aber ich stelle mir ab jetzt die Frage: Wer weiß, wofür es gut ist? Es schaut heute nicht gut aus, aber vielleicht ist es der Anfang von etwas ganz Anderem, Schönem und ich kann es jetzt noch nicht erkennen. Ich folge ab jetzt dem weisen Rat: Abwarten und Tee trinken!

Sich selbst lieben!

a3Und etwas ist für meine Gelassenheit ganz wichtig. Ich muss mich selbst gern haben. Nicht mit Druck, Erwartungen und Kritik an mich selbst herangehen. Ich selbst bin der Schlüssel zur Gelassenheit. Ich muss den Blick liebevoll auf mich selbst richten. Ich nehme mich wie ich bin. Ich freue mich über mich selbst. Dann kann ich den Blick auch liebevoll auf Menschen und Situationen rund um mich richten. Dann kann ich mein Leben, DAS Leben lieben. Das macht mich gelassener und geduldiger mit mir und anderen. Und nur mehr wenig kann mich aus der Bahn werfen. Im Alltag, in der Familie, im Beruf und im Freundeskreis bin ich dann vielleicht ansteckend mit meiner neu gewonnenen Gelassenheit. Heut fange ich an!

Warum Fasten für die Seele?

Wenn es um das Fasten geht, dann denkt man eigentlich sofort an den Körper. Auf was verzichtet man? Fleisch? Schokolade? Alkohol? Zigaretten?

Aber eigentlich soll das Fasten ja Geist und Seele reinigen. Wie hektisch und stressig ist doch oft unser Alltag. Wir ärgern uns. Über eine Arbeitskollegin. Den Buschauffeur, der einem vor der Nase weggefahren ist. Den jungen Mann, der sich an der Kassa schnell vordrängelt. Und über sich selbst, weil man wieder etwas nicht gesagt hat, was man eigentlich sagen wollte. Weil man zu langsam war, zu vergesslich, zu feige, zu bequem. Alles das frisst sich in unseren Geist, in unsere Seele.

Also sollten wir die Fastenzeit nutzen. Lassen wir die Körperkilos drauf. Aber entledigen wir uns von seelischer Last und tanken Ruhe, Gelassenheit, Schönheit, Vertrauen und Aufmerksamkeit.

Hier geht es zu Teil 1: Plätze der Ruhe finden

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