Die Regierung spricht über ein „Freiwilliges Integrationsjahr“ für Asylberechtigte. Gut gemeint, aber nicht durchdacht finde ich. Denn es ist die falsche Zielgruppe.

Anerkannte Flüchtlinge können also bis zwei Jahre nach Anerkennung dieses freiwillige Jahr absolvieren, sie wären kranken- und unfallversichert, aber nicht arbeitslosen- und pensionsversichert. Für was? Anerkannte Flüchtlinge bleiben in Österreich und wir sollen alles daran setzen sie rasch in unsere Gesellschaft zu integrieren. Zweierlei muss im Vordergrund stehen:

  • Der Erwerb der deutschen Sprache, unterstützt durch den Integrationsfonds
  • Eingliederung in den Arbeitsmarkt

Ein „Freiwilliges Integrationsjahr“ soll angelehnt sein an das „Freiwillige Soziale Jahr“. Aha, für zweiteres gibt es netto ein monatliches Taschengeld von 250 Euro, man ist pensionsversichert, verpflegt und bekommt entweder die Fahrtkosten oder eine freie Unterkunft. Das „Freiwillige soziale Jahr“ ist für junge Menschen gedacht, die sich engagieren wollen oder eine Orientierung für späteres Berufsleben suchen.

„Das Freiwillige Integrationsjahr“ wäre eine tolle Sache für AsylwerberInnen, also Menschen, die noch kein Asyl bekommen haben, aber oft lange Zeit auf eine Entscheidung warten müssen. Diesen Menschen wäre geholfen, wenn sie statt herumzusitzen, ein Jahr tätig sein könnten. Und wenn sie dann anerkannt werden, hätten sie schon gute Startchancen in Österreich. Das wäre gescheiter!

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